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Anwenderbericht - Proxeo Twist Cordless: Prophylaxe, die Spaß macht

Monika Riedl

* Erstpublikation im Prophylaxe Journal 3/2019, Seiten 18-20

Rotierendes Polieren zur Entfernung von Belägen und Verfärbungen

Laut Consensus Report der European Federation for Periodontology (EFP) ist neben der täglichen Mundhygiene zuhause die professionelle mechanische Entfernung von harten und weichen Belägen (professional mechanical plaque removal, PMPR) eine der wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen, um eine Gingivitis und darauffolgende Parodontitis bzw. Periimplantitis zu verhindern. PMPR kann beispielsweise mit motorbetriebenen, rotierenden Instrumenten durchgeführt werden [1]. PMPR ist auch der Grundstein für eine erfolgreiche Parodontal- oder Periimplantattherapie [2].

Die Dentalhygienikerin Monika Riedl führt an, dass neben der Entfernung des Zahnsteins, der Konkremente und der Verfärbungen, das Biofilm-Management und die Oberflächenglättung höchste Priorität haben. Sie befindet eine gute und saubere Oberflächenpolitur als einen der wichtigsten Arbeitsschritte in einer Prophylaxesitzung. „Darüber hinaus ist die Politur für den Patienten oftmals der angenehmste Arbeitsschritt während der Prophylaxesitzung, denn sie vermittelt ein sehr gutes Mundgefühl, wenn sich alles schön sauber, frisch und glatt anfühlt. Das Polieren, Entfernen von Verfärbungen und Glätten der Zahnoberflächen im Anschluss an die Prophylaxesitzung gehört zu meinen Lieblingsaufgaben am Patienten.“, erklärt die Münchener Dentalhygienikerin.

Heute gibt es verschiedene Möglichkeiten eine Politur durchzuführen: Mittels Pulverwasserstrahler (PWS) oder mittels Winkelstück und rotierenden Prophy-Kelchen oder Bürsten aus Kunststoff, auch rotierendes Polieren bezeichnet.

Gute Adaptation und einfache Handhabung

„Meine Erfahrung hat gezeigt, dass mittels PWS häufig sehr harter klebriger Biofilm nicht ganz vollständig entfernt werden kann und meistens per rotierendem Polieren nachpoliert werden muss. Das rotierende Polieren ist also aus der Praxis niemals wegzudenken, und als wichtige Ergänzung zu Pulverstrahlgeräten zu sehen. Unter anderem ermöglichen niedrig abrassive Politurpasten und weiche, adaptierbare Prophy-Kelche und Bürsten eine minimalinvasive Behandlung für den Patienten. Für meine Patienten und vor allem für jene mit dünner Gingiva, ist die Reinigung mit dem neuen Proxeo TWIST Cordless und den Prophy-Einwegwinkelstücken mit Kelch im Sulcus deutlich angenehmer, da die Ränder der Kelche schmaler sind. Die Adaptation der Polierkelche an die Zahnoberfläche, den Sulcusbereich, die Zahnzwischenräume und schwer erreichbare Areale ist sehr gut (siehe Abbildungen 1 und 2).

Die Adaptation der Kelche an die Zahnoberfläche ist sehr gut, und die dünnen, noppenlosen Ränder der Kelche machen die Reinigung im Sulcusbereich angenehm. Das transparente Design der Einwegwinkelstücke wirkt hygienisch.
Abb. 1: Die Adaptation der Kelche an die Zahnoberfläche ist sehr gut, und die dünnen, noppenlosen Ränder der Kelche machen die Reinigung im Sulcusbereich angenehm. Das transparente Design der Einwegwinkelstücke wirkt hygienisch.
Die Kelche erreichen auch die Zahnzwischenräume, und die Noppen reinigen gleichzeitig benachbarte Zähne und vermindern außerdem das Wegspritzen der Paste.
Abb. 2: Die Kelche erreichen auch die Zahnzwischenräume, und die Noppen reinigen gleichzeitig benachbarte Zähne und vermindern außerdem das Wegspritzen der Paste.

Darüber hinaus sind die Prophy-Kelche sehr widerstandsfähig, stabil, fransen nicht aus, und das Material weist eine konstant gute Qualität auf. Die Noppen an der Außenseite der Polierkelche vermindern das Wegspritzen der Paste (siehe Abbildung 2). Die zwei verschiedenen Härtegrade der Polierkelche erlauben mir, auf die Bedingungen im jeweiligen Patientenfall einzugehen. Das transparente Design der Einwegwinkelstücke macht einen hygienischen Eindruck (siehe Abbildungen 1 und 2).

Eine minimalinvasive Behandlung wird ebenfalls durch optimale Umdrehungszahlen zwischen 1250 und 2500 Umdrehungen pro Minute (U/min) – wie etwa beim neuen Proxeo TWIST Cordless – erreicht.“, erklärt Monika Riedl. Die in der dentalen Ausbildung und der internationalen Literatur empfohlene optimale Drehzahl für das rotierende Polieren von maximal 3000 U/min [3] wird vom Gerät automatisch eingehalten, was äußerst benutzerfreundlich ist, und zusätzliche Steuerungsoptionen am Gerät überflüssig macht.

Die Dentalhygienikerin bestätigt: „Die Steuerung des Proxeo TWIST Cordless geht ganz einfach mittels einer kabellosen Fußsteuerung und einem „An-“ und „Aus-“ Knopf am Handstück. Das Design ist einfach und passt perfekt zu den Bedürfnissen des Prophylaxepolituralltags. Die Betriebsfunktionen werden über ein Ampelsystem gesteuert und sind spielend einfach zu verstehen. Auch um die Akkuleistung muss man sich keine Sorgen machen. Problemlos hält der Li-Ionen Akku für 8-12 Patienten.“ Der kabellose Fußanlasser verfügt über eine Akkulaufzeit von ca. zwei Monaten. Monika Riedl schätzt besonders, dass die bluetooth Kommunikation zwischen Fußanlasser und Cordless so schnell und einwandfrei funktioniert und dass keine anderen technischen Geräte und Instrumente in der Praxis gestört werden.

Flexibilität und Benutzerfreundlichkeit dank kabellosem Design

„Eine gute Politur bedarf etwa zehn Minuten.“, so die Dentalhygienikerin. Ein geringes Gewicht und ein ergonomisches Design sind sehr wichtig für den Behandler und wirken sich letztendlich auch positiv auf das Politurergebnis am Patienten aus. Das neue Proxeo TWIST Cordless PL-40 H, welches zusammen mit Dentalhygienikerinnen entwickelt wurde, ist mit 110 Gramm nur halb so schwer wie ein Winkelstück mit Elektromotor und es liegt gut in der Hand. So werden Ermüdungserscheinungen des Handgelenks auf ein Minimum reduziert. „Durch das kabellose Proxeo TWIST entfallen unangenehme Beanspruchungen und Belastungsschmerzen, welche normalerweise durch Zugbelastung eines Kabels entstehen (siehe Abbildung 3).“, zeigt sich die erfahrene Dentalhygienikerin erfreut. „Im Vergleich zu vorher habe ich deutlich weniger Ermüdungserscheinungen in meiner Schulter. Wie wir alle in der Praxis wissen, ist das Kabel des Winkelstücks häufig zu kurz und meistens im Weg zwischen Patient und Behandler…

Auch ein Zimmerwechsel ist mit dem neuen Cordless überhaupt kein Problem. Die flexible Drehbarkeit durch Wegfall des Kabels und der kleine Kopf des Einwegwinkelstücks ermöglichen einen bequemen Zugang auch zu schwer zugänglichen Bereichen, wie z. B. der Tuber, den Molaren oder dem Lineangelbereich (siehe Abbildung 4). Dadurch haben sich meine Politurergebnisse verbessert und das Polieren macht noch viel mehr Spaß im Vergleich zu vorher.“, führt Monika Riedl an.

Das leichte, ergonomisch geformte Cordless liegt gut in der Hand und ermöglicht Bewegungen ohne Zugbelastungen von Kabeln.
Abb. 3: Das leichte, ergonomisch geformte Cordless liegt gut in der Hand und ermöglicht Bewegungen ohne Zugbelastungen von Kabeln.
Auch schwer zugängliche Bereiche wie Tuber, Lineanglebereich oder Molaren werden gut erreicht.
Abb.4: Auch schwer zugängliche Bereiche wie Tuber, Lineanglebereich oder Molaren werden gut erreicht.

„Auch die hygienischen Ansprüche zur Aufbereitung der Instrumente werden effizient und leicht erfüllt: Das Einwegwinkelstück kann einfach und schnell gewechselt und problemlos entsorgt werden. Das restliche Antriebshandstück kann durch Wisch-Desinfektion für den nächsten Einsatz schnell aufbereitet werden. Die Handstückhülse kann bei Bedarf sterilisiert werden.“, erklärt Monika Riedl.

Die Münchener Dentalhygienikerin ist überzeugt: „Ich poliere mit dem Proxeo TWIST Cordless im Langzeitprodukttest und es ist mein absolutes Lieblingspolierwerkzeug. Es reduziert Ermüdungserscheinungen und Schmerzen beim Behandler, ermöglicht ein ortsunabhängiges, verlässliches Arbeiten, erfüllt alle Anforderungen an Hygiene und bietet auch zu schwer erreichbaren Regionen im Patientenmund gute Zugänglichkeit. Ich kann wirklich nur jedem, der in der Prophylaxe tätig ist und öfter poliert, das Proxeo TWIST Cordless empfehlen! Damit die Prophylaxe noch mehr Spaß macht und leichter geht!“

Dentalhygienikerin Monika Riedl

Monika Riedl ist leidenschaftliche Dentalhygienikerin, und seit über zwölf Jahren mit viel Engagement wöchentlich etwa 30 Stunden für ein strahlendes Lächeln ihrer PatientInnen im Einsatz. Die Spezialistin im Bereich der vorbeugenden Zahngesundheit, Parodontal- und Erhaltungstherapie, hat eine leitende Funktion in einer Münchener Praxis und war beim Aufbau der Prophylaxeabteilung mit komplexem Parodontal-Therapie-Schema ein maßgeblicher Bestandteil. Ebenso war sie bei der Entwicklung von Prophylaxe-Trainings beteiligt und hielt diese bereits einige Male selbst ab. Deutschlandweit führte sie etwa 50 Vorträge als Referentin durch und wirkte am Dreh von etwa 35 Kurzfilmen zur Aufklärung über Mundgesundheit mit.

Literaturquellen

  1. Tonetti MS, Eickholz P, Loos BG, Papapanou P, van der Velden U, Armitage G, Bouchard P, Deinzer R, Dietrich T, Hughes F, Kocher T, Lang NP, Lopez R, Needleman I, Newton T, Nibali L , Pretzl B, Ramseier C, Sanz-Sanchez I, Schlagenhauf U, Suvan JE, Fabrikant E, Fundak A. Principles in prevention of periodontal diseases–Consensus report of group 1 of the 11th European workshop on periodontology on effective prevention of periodontal and peri-implant diseases. J Clin Periodontol 2015;42 (Suppl. 16):5–11.
  2. Tonetti MS, Chapple ILC, Jepsen S, Sanz M. Primary and secondary prevention of periodontal and peri-implant diseases–Introduction to, and objectives of the 11th European workshop on periodontology consensus conference. J Clin Periodontol 2015;42 (Suppl. 16):1–4.
  3. Rethman J. Polishing angles, cups and pastes. Pract Hyg. 1997;1:32–9. Retraction in: Madan C, Bains R, Bains VK. Tooth polishing: Relevance in present day periodontal practice. J Indian Soc Periodontol 2009;13:58-9.